E-Business Prozess

Prozessgestaltung

Bei der Identifizierung und anschließenden Gestaltung von Geschäftsprozessen geht es zunächst um die Aufnahme des Status Quo. Viele Unternehmen existieren oft Jahrzehnte sehr erfolgreich, ohne dass je ein Geschäftsprozess identifiziert bzw. dokumentiert wurde. Allerdings stellt sich besonders ab einer gewissen Größe, ob damit nicht einerseits viel Potenzial verschenkt wird und ob andererseits eine Anpassung an sich immer schneller verändernde Rahmenbedingungen möglich ist. Im Rahmen von Prozessauditierungen und Qualitätsmanagementsystemen ist eine Identifizierung aller relevanten Prozesse ebenfalls unabdingbar.

Der Top-Down-Ansatz leitet sich aus der Unternehmensvision und den strategischen Zielen des Unternehmens her ab. Anschließend wird definiert, welche Geschäftsprozesse hierfür notwendig sind und wie diese gestaltet werden müssen. Im ersten Schritt werden nur die primären Geschäftsprozesse betrachtet, um dann im zweiten Schritt zu prüfen, welche sekundären Geschäftsprozesse zur Unterstützung benötigt werden.

Der Bottom-Up-Ansatz hingegen geht den umgekehrten Weg: Hier wird ausgehend von der untersten Ebene, also den einzelnen Tätigkeiten in den Teilprozessen, analysiert, wie die Prozesse praktisch gelebt werden. Daraus wird das Zusammenspiel der einzelnen Teilprozesse sowie der primären und sekundären Geschäftsprozesse abgeleitet.